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Behandlung und Schmerzen
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selten richtig. Ich habe oft Schmerzen.
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hat einen Namen: Apfelschorle
hat einen Namen: Apfelschorle
Die folgenden Beiträge können in diesem Artikelbereich gefunden werden.


Name des Artikelbereichs: hat einen Namen: Apfelschorle

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Wann endlich kommt der Warnhinweis?
Gesendet von : Chef Freitag, 05. Oktober 2007 - 16:06
hat einen Namen: Apfelschorle


Handy, Autoschlüssel, Detlev-Tasche und Saft haut mir die 24-jährige Patientin auf die Arbeitsplatte. Sie kommt zum ersten Mal. Die Lage ist diese: sie ist 1.) schwanger und hat 2.) mächtige Zahnschmerzen. Und außerdem kommt sie frisch vom Kollegen, der ihr als Behandlung der Schmerzen Duraphat auf die Unterkieferzähne getan hat. Die Fehlersuche bringt 3 Zähne links in Verdacht. Davon wird der 35 in derselben Sitzung "entnervt", was aber leider ohne Wirkung bleibt, so dass am nächsten Tag die frische Krone vom Kollegen doch durchbohrt werden muss. Diesmal mit Erfolg.

Das war vor einer Woche. Heute (Freitag) kommt die 17-jährige Schwester der Patientin auch zum ersten Mal in die Praxis. Und sie ist 1.) schwanger und hat 2.) mächtige Zahnschmerzen. Wieder führt die Fehlersuche zu 2 Verdachtszähnen. Die werdende Mutter ist aber mental noch nicht bereit, den zerstörten Zahn 27 zu opfern, so dass zunächst eine extra tiefe Füllung am 37 vorgezogen wird. Schaun wir mal, welchen Motivationsschub das Wochenende mit angekündigten weiteren Zahnschmerzen bringt.

Man könnte aus dieser Geschichte jetzt folgern, dass die Schwangerschaft die Zähne kaputt macht. Solche Erzählungen sind ja aus dem Volksmund bekannt. Natürlich ist das Unsinn. Einen deutlichen Hinweis liefert das Stil-Leben Bild oben: hier ist Flüssigzucker im Spiel und zwar in Form der Erwachsenen-Nuckelflasche. Der ist verantwortlich. Die Plastikflasche mit Nuckelansatz und Saft oder ähnlichen Zuckerlösungen drin gehört verboten, mindestens aber mit einem großen Warnaufdruck versehen.


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Powerdrink von Norma hat hier zugeschlagen
Gesendet von : Chef Mittwoch, 07. Februar 2007 - 14:26
hat einen Namen: Apfelschorle
Dieser 18-Jährige erschien gestern zum ersten Mal in der Praxis. Die Nachfrage ergab folgende Vorgeschichte:

  • Kickboxen Training von 15 bis 17 Jahre
  • Pausenlose "Powerdrinks" von Norma in den Hals
  • Der Trainer läßt den Spruch los "die Zähne sind sowieso dran"
  • Der Hausarzt bearbeitet die Eltern wegen mehrfacher Zehenbrüche,
  • endlich wird das Training abgebrochen

Jetzt kommt unsere Profession. Der Kollege zieht (!) vor 6 Monaten den beschädigten Zahn 12 und soll laut Patient als Begründung für die Nichtbehandlung der Karies in der Oberkiefer Front gesagt haben, dass "die Zähne unter den Füllungen sowieso wegrosten".

So ganz daneben ist das nicht. Er könnte möglicherweise folgendes gemeint haben: Gegen eine Kariesprogression mit 8 matschigen (UK noch 3 Backenzähne, hier nicht gezeigt) offenen Stellen innerhalb von 2 Jahren kann es mit Plastikfüllungen nur Blödsinn geben. Da ist eine Nichtbehandlung fast dasselbe, wie eine Behandlung. Und das sehe ich auch so.

Noch besser wäre es natürlich gewesen:



  • die Zuckersauce (von wegen Power) vom Norma als Zahnauflösungsmittel zu brandmarken,
  • die Kariesstellen in der aktiven Phase mit Glasionomerzement abzudecken
  • erst bei nachgewiesenem Rückgang der Kariesgeschwindigkeit die riskanteren Plastikfüllungen zu verbauen
  • und den 12 im Mund zu lassen.


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Alebe Traubensaft Fruchtschorle ist hier verabreicht worden
Gesendet von : Chef Freitag, 02. Februar 2007 - 16:53
hat einen Namen: Apfelschorle


Dieser junge Mann hier hat mit seinen 3 Lebensjahren schon einige Karieserfahrung. Die Mutter des damals 2-Jährigen kam im Nov. 2005 erstmals zu mir in die Sprechstunde, mit der Bitte, eine Zweitmeinung zur Behandlungsnotwendigkeit in Vollnarkose abzugeben.Bedauerlicherweise fertigte ich damals kein Foto von den Zähnen an. Denn darauf wäre zu sehen gewesen, dass die Zähne schon damals genauso zerstört aussahen, wie jetzt. Kann das sein? Eigentlich wären doch jetzt völlig zerlegte Schneidezähne und dicke Entzündungen an den Wurzeln zu erwarten gewesen.

Im Erstgespräch im Nov. 2005 überraschte ich die entgeisterte Mutter mit der Feststellung, dass das Fiasko ziemlich sicher auf Flüssigzucker in Form von irgendwelchen Säften und Tees beruhen müsse - ohne zu wissen, was der Kleine konsumierte. Alleine schon die Verteilung der Karies oben zu unten legt diesen Schluss nahe. Bingo! Treffer und versenkt! Der angehende Zahnarztgroßkunde umspülte seine Zähne bis zu diesem Tag mit Alebe (Name aus Sicherheitsgründen verändert) Traubensaft Fruchtschorle.

Danach nicht mehr. Jetzt nach einigen kleineren Ausbesserungsarbeiten hauptsächlich der 4er mit Glasionomerzement und ein Jahr später präsentiert sich die Situation absolut entspannt: keine frische Karies mehr, alle 5er kariesfrei(!), und offenbar auch die Tiefstkaries an den oberen Schneidezähnen noch gerade so rechtzeitig gestoppt, dass die Zahnnerven das überlebt haben. Zumindest ist auf dieser Aufnahme keinerlei Anzeichen von Entzündungen im Bereich der Wurzel zu erkennen - und im Mund auch nicht zu ertasten.

Fazit: Alebe Fruchtschorle zur rechten Zeit weggenommen erspart die Vollnarkose, das Zahnziehen und die Kinderprothese. Das war einfach. Natürlich hat eine solche Vorgehensweise auch einen Haken - für den Zahnarzt. Denn der verzichtet bei der hier beschriebenen "Nicht"-Behandlung auf einen ziemlichen Batzen an Umsatz und Gewinn. Eine "Gesamtsanierung" in Vollnarkose bringt dagegen Bares: es geht relativ flott und spielt ordentliches Kassen- und Privatgeld ein.

Wie so häufig kollidiert wieder einmal die Ethik mit der Monetik. Wer dabei wohl gewinnt?


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Verbraucherschutz und Produkthaftung: neue Beweise
Gesendet von : Chef Montag, 28. August 2006 - 19:23
hat einen Namen: Apfelschorle

Über diesem Text ist die Lage am 25.10.2004 abgebildet. Zu sehen ist eine Wurzelbehandlung 16 und etwas Karies mesial 17.


Über dieser Zeile befindet sich das Röntgenbild vom 09.05.2005 und das sieht so aus: WF 16, deutliche Karies 17, ganz wenig Karies 15 distal.


Die Röntgenaufnahme über diesem Satz zeigt die Lage am 25.08.2006. Jetzt hat er Schmerzen im Bereich des 15. Klinisch sieht das dann nach leichter Exkavation mit einem Handinstrument so aus (Bild unter dieser Zeile):


Auf diesem Foto (über diesen Sätzen) ist zu erkennen, dass die Pulpa offen ist, und dass das erkrankte Dentin noch nicht komplett exkaviert ist. Jetzt muß dieser 15 wurzelbehandelt werden. Im Röntgenbild sieht das anschließend so aus:


Der Patient gibt an, in dem fraglichen Zeitraum vom Mai 2005 bis August 2006 (15 Monate) vorwiegend eine Sinalzo-Limonade getrunken zu haben. Die Inhaltsstoffe dieser Limonade sind (noch) nicht bekannt, es darf aber aufgrund der extrem schnellen Zerstörung von Zahnhartgewebe vermutet werden, dass diese Limonade wahrscheinlich auch organische Säuren und Rohrzucker enthält.
Dieser hier gezeigte Fall ist eine Steilvorlage für einen Produkthaftungs-Prozess. Es kann nicht länger hingenommen werden, dass von Seiten der Saft- und Limonadenhersteller ständig und erfolgreich die Nachfrage nach "Natursäften" und Wellness-Getränken angekurbelt wird, und dabei stillschweigend die sichere Zerstörung von Zähnen in Kauf genommen wird. Hier ist jetzt eine Millionenklage fällig. Wie in der Tabakindustrie müssen die Hersteller gezwungen werden, abschreckende Informationen auf die Produkte draufzudrucken.


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Apfel- und Orangensaft machen Füllungsmaterial komplett platt
Gesendet von : Chef Donnerstag, 27. Juli 2006 - 07:51
hat einen Namen: Apfelschorle
Von diesen Materialien : ChemFil Superior, ChemFlex, Vitremer Core Build-Up/Restorative, Fuji II LC, Dyract AP und F2000 überleben nur die Kunststoff-modifizierten Glasionomerzemente (RM-GIC = resin modified glass ionomer cement) eine Lagerung in Apfelsaft oder Orangensaft über 1 Jahr. Die reinen Glasionomerzemente (GIC) lösen sich - wie auch Schmelz und Dentin - in den Säften komplett auf. Das gilt nicht für Coca-Cola. Darin löst sich der GIC nicht auf, sondern verliert nur an Oberflächenhärte. Das gleiche gilt für Schmelz und Dentin. Die Studie dazu ist hier.

Damit bestätigt sich einmal mehr die Gefährlichkeit von Obstsäften in Bezug auf Zähne und Füllungsmaterial. Erst allmählich wird klar, dass der pH Wert und die reine Zuckerkonzentration eben kein Anhaltspunkt für die Auflösungseigenschaften der Getränke darstellt. Gefährlich sind ganz offensichtlich die spezifischen organischen Säuren in den Säften. Diese haben eine andere Qualität als die beispielsweise in Coca-Cola verwendete Phosphorsäure.

Das Schlimme daran ist ein Zweifaches:
  1. Nicht einmal die Fachleute i.e. die Zahnärzte wissen, dass das so ist und
  2. Der aktuelle Trend im sogenannten Wellness Bereich geht bei Getränken ganz klar in die Richtung Säfte und Schorlen. Ein Patient in meiner Praxis ist Verkäufer bei einem der größeren Saftläden und berichtet von sagenhaften Zuwachszahlen. Und hat 7 neue Kariesstellen in 2 Jahren, er müsse ja vorführen .... Noch Fragen?


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Karies auf der Höckerspitze ist immer ein Saft schuld
Gesendet von : Chef Mittwoch, 12. Juli 2006 - 10:32
hat einen Namen: Apfelschorle

Apfelsaft wurde gestern als das schuldige Getränk ermittelt. Die Höckerspitzenkaries kann nicht auf anderem Wege als dem Saftmißbrauch erworben werden. Diese Jugendliche hat es bereitwillig zugegeben, dass sie an der Flasche hängt. Man beachte die kleinen schwarzen Punkte links auf den 2 anderen Höckern. Da entkalkt der Apfelsaft gerade weitere Höckerspitzen.

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Säure im Obstsaft löst Füllungen komplett auf
Gesendet von : Chef Mittwoch, 26. April 2006 - 14:07
hat einen Namen: Apfelschorle Nun haben wir es schriftlich: jeder Obstsaft (Apfel-, Orangen-, Kirsch ....) löst Probescheiben aus Glas-Ionomer-Zement komplett auf. Die im gleichen Experiment mitgemessene Coca-Cola schafft das nicht, hinterläßt aber eine erweichte Oberfläche.Damit ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein gefunden worden, der die Gefährlichkeit von organischen (biologischen Ursprungs) Säuren im Mund deutlich macht.

Ob es sich um Zitronensäure (Orangen), Weinsäure (Traubensaft) oder sonstige im Obst vorhandenen Fruchtsäuren handelt, ist offenbar nicht wichtig. Auch der konkrete Säuregrad (= pH-Wert) ist übrigens nicht für die Aggressivität verantwortlich. Das zeigt sich bei Coca-Cola. Diese enthält bekanntlich Phosphorsäure, und der pH liegt bei ca. 3 (2,3 bis 4,2) . Apfelsaft hat einen pH von 3 bis 3,5, ist aber erheblich aggressiver auf Zahnschmelz und wie hier geschildert auf Glas-Ionomer-Zement.

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Multivitaminsaft mordet Zähne - Aufkleber nötig
Gesendet von : Chef Freitag, 10. Februar 2006 - 10:58
hat einen Namen: Apfelschorle
Bei Zigaretten steht unmißverständlich drauf, welche Folgen beim fortgesetzten Konsum passieren können. Deshalb gehören auf Apfelsaft, Multivitaminsaft und Verdünnungen davon mit Wasser (Schorlen) ebenfalls Warnungen auf die Packung, welche Folgen passieren werden. Die Wahrscheinlichkeit von massiver Karies beim Saftmißbrauch ist viel höher, als von Krebs beim Zigarettenrauchen. Natürlich sind die Folgen von Krebs nicht mit denen zu vergleichen, die durch Karies entstehen. Aber die so verursachte Karies ist so überflüssig wie ein Loch im Kopf.Der Verbraucher muss eine Chance haben, zu erfahren, was er sich antut. Ungeschminkt und realistisch. Statt farbenfroher Äpfel kaputte Zähne auf die Packungen. Das ist zu fordern.Die Röntgenaufnahme hier stammt von einem 14-Jährigen. Schuld ist diesmal sogenannter "Multivitaminsaft" = also ein Coctail aus Wasser, Zucker, Zitronensäure und irgendwelchen chemisch erzeugten Vitaminen. Der 47 hat jetzt eine Karies bis zur Pulpa, obwohl der Zahn erst 2 Jahre lang im Mund ist. Das nenne ich pervers.


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Cola ist besser als Apfelsaft - zahnmäßig betrachtet
Gesendet von : Chef Dienstag, 31. Januar 2006 - 19:15
hat einen Namen: Apfelschorle
Die konservierende Abteilung (Füllungen, Wurzelfüllungen ...) der Uni-Zahnklinik Mainz hat in der aktuellen ZM einen Artikel über die Erosion des Zahnschmelzes durch Softdrinks und Alcopops veröffentlicht. Dabei werden die Ergebnisse einer in-vitro (im Reagenzglas) Untersuchung mit extrahierten Weisheitszähnen vorgestellt. Man hat dort ganz einfach verschiedene Softdrinks und Alcopops 48 Stunden lang auf den Schmelz der Zähne einwirken lassen und anschließend die Zähne senkrecht zur Oberfläche plangeschliffen und im Rasterelektronenmikroskop (REM) nach Auflösungszeichen im Zahnschmelz gesucht. Beim Versuch mit Coca Cola sieht es dann so aus:
Auf dieser Grafik ist 4 mal die gleiche Stelle dargestellt. Die farbigen Viertel zeigen Mineralverluste jeweils von Calcium, Phosphat und Sauerstoff. Klar erkennbar ist auf diesen Darstellungen, dass Cola einen erheblichen Mineralverlust verursacht, dass es aber offensichtlich eine Tiefenbegrenzung gibt, denn alle Bilder sind unterhalb der verfärbten Zone noch im jungfräulichen Zustand.

Das gleiche Bild nun mit Apfelsaft über 48 Stunden sieht anders aus:Da zeigt sich zwar ein geringerer absoluter Verlust an Calcium, Posphor und Sauerstoff, dafür gibt es aber offensichtlich keine Tiefenbegrenzung der Wirkung von Apfelsaft im Schmelz. Das ist in allen 4 Vierteln gut zu sehen. Auf meine Nachfrage bei der Abteilungsleiterin Frau Prof. Dr. Willershausen-Zönnchen, warum denn in der ZM Cola als gefährlicher dargestellt würde als Apfelsaft, erhielt ich heute die Auskunft (Zitat):

"Apfelsaft scheint nach unseren Studien einen größeren erosiven Effekt auf die Schmelzoberfläche auszuüben, Cola wirkt zweifellos auch erosiv, hat aber einen etwas anderen Wirkungsmechanismus. Durch den Zusatz der Phosphorsäure kommt es zu einer gewissen Abdichtung im Schmelzbereich, optimal ist dieses Getränk aber trotzdem auf keinen Fall."
-- Für alle, die es nicht wissen: Cola enthält Phosphorsäure, und die wirkt offenbar günstig.--

Dies ist meines Wissens die erste wissenschaftliche Auskunft zur Frage, warum Apfelsaft tatsächlich übler für die Zähne ist, als eben Cola. Natürlich sind weitere Studien fällig, aber es ist jetzt immerhin ein Anfang da.


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Und wieder ein Apfelsaftschorlen-Opfer
Gesendet von : Chef Freitag, 20. Januar 2006 - 16:55
hat einen Namen: Apfelschorle
Eine nette Patientin im zarten Alter von 21 Jahren kommt regelmäßig zur Untersuchung. Bis heute ohne wirkliche Vorkommnisse, so gut wie keine Füllungen. Heute aber schaue ich mir die 6 er im Unterkiefer an, und mir gefällt die Farbe Richtung 7er nicht. Die Bißflügelaufnahme bestätigt meinen Verdacht: eine fette Interdentalkaries von distal. Und wie sollte es anders sein: Die Apfelsaftschorle hat wieder zugeschlagen. Riesige Matsche innerhalb kurzer Zeit an mehreren Zähnen ist so gut wie sicher immer die "natürliche" Zucker/Säuremixtur, Apfelsaftschorle genannt, schuld. Und so sieht das dann aus:



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Apfelsaftkaries Fortsetzung - Rückmeldung der Mutter
Gesendet von : Chef Montag, 07. November 2005 - 14:47
hat einen Namen: Apfelschorle Im Artikel "Apfelsaft - so gehen die Zähne am schnellsten kaputt" hatte ich die Mutter eines Kindes zitiert. Ohne das Kind, bzw. dessen Zähne gesehen zu haben, hatte ich die Verdachtsdiagnose: Apfelsaft- oder Apfelsaftschorlen Mißbrauch geäußert. Hier jetzt die Antwort der Mutter:

Besonderen Dank an Herrn Wagner und .....
Sie haben ins Schwarze getroffen!

Wie ich im Kinderforum nebendran erklärte, tranken unsere Söhne viel Apfelschorle, zeitlang aus dem tropffreien Bechern.
Ich habe nachgedacht - immer noch besser das Kinde aus einer Saugflasche trinken lassen, so bleibt der Sauger hinter den Zähnen tiefer im Mund und nicht wie bei tropffreien Bechern, wo die Öffnung vor den Schneidezähnen bleibt - so werden sie dauernd umspült!....

.... Bei den Ärzten hörte ich nur das eine - nicht genug Zähne geputzt!
Klar, ist das mit den Zähneputzen fast nie genug, aber Herr Wagner und Zahnzicke wussen hier mehr als nur das. Respekt!
Also, würde ich noch gerne wissen:
die Zahnpaste, wenn sie nicht zu viel genommen wird (ich nehme von elmex) muss man unbedingt ausspülen, oder kann man unausgespült im Mund lassen, wenn es dem Kind lieber ist?

Das klappt übrigens fast immer: wenn bei Kindern oder Erwachsenen plötzlich 4 neue Kariesstellen im Jahr auftauchen, dann ist mit großer Wahrscheinlichkeit Apfelsaft im Spiel. Das ist wissenschaftlich immer noch weißes Gebiet: darüber gibt es immer noch keine wissenschaftlichen Daten! Und das ist der eigentliche Skandal.


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Apfelsaft - so gehen die Zähne am schnellsten kaputt
Gesendet von : Chef Freitag, 04. November 2005 - 17:59
hat einen Namen: Apfelschorle
Der Zusatz: "Kinderzahnheilkunde" auf dem Praxisschild scheint für einige Kollegen offenbar der Freibrief für eine breitflächige Anwendung der Intubationsnarkose (ITN = Vollnarkose) zu sein. Folgender Fall aus dem wirklichen Leben wird in einem Patientenforum geschildert:


Wir waren zuerst bei einem Zahnarzt. Es hiess, die Zuzahlung würde 30 Euro pro Zahn betragen. Die Rechnung hat uns aber sehr überrascht: ca. 450 Euro für 8 Zähne, zwei davon doppelt aufgeführt - laut telefonischer Erklärung an verschiedenen Seiten des Zahnes.
Er hat also nur die teuersten Füllungen verwendet, mit 44 Euro Zuzahlung. Die 30 Euro sind also für einfachsten Füllungen (stellt sich erst bei telefonischer Nachfrage heraus).
Ist das also normal, dass der Zahnarzt ausschliesslisch die teuersten Füllungen verwendet?
Wir mussten zum anderen Zahnarzt wechseln, weil seine Füllungen an drei Zähnen nicht gehalten haben und wir mehmals hingehen mussten, um sie zu "reparieren".

Anfangs wollten wir eine Vollnarkose-Behandlung für unser Kind vermeiden, dann beschlossen wir, diese doch noch durchführen zu lassen, allerdings bei einem anderen Arzt. Es waren dann "nur" noch 5 Zähne, eine einflächige Füllung, eine dreiflächige und drei zweiflächige Füllungen, die Zuzahlung betrug auch nur 180 Euro.
Aber zwei Zähne davon waren wieder die gleichen, die wir schon bei ersten Zahnarzt machten. Dieser behauptet, dass es keinerlei "Garantie" für Füllungen gibt.
Können wir nicht die Zuzahlung für diese zwei Füllungen, die wiederholt bei der zweiten Vollnarkosebehandlung gemacht werden mussten, bei dem ersten Zahnarzt verweigern?

Auffällig an dieser Geschichte sind zwei Fragen:
  • Warum hat das Kind soviele Löcher?
  • Warum 2 mal Vollnarkose, wir reden von Füllungen im Milchzahngebiss?
Antwort 1 : Die Zahl der Kariesstellen (Löcher) hängt direkt vom Konsum zuckerhaltiger Getränke ab. Wenn der bakterielle Zahnbelag alle 20 Minuten mit Zucker in aufgelöster Form neu betankt wird, dann geschieht rund um die Uhr eine Auflösung des Zahns. Das ist bei der festen Form von Zucker (Süßigkeiten) nicht so extrem. Und die schlimmste Sorte von allen ist der Apfelsaft, die zweitschlimmste die Apfelsaftschorle, Nr. 3 ist der Eistee.

Antwort 2: Weil es immer noch keine EBM überprüfte Leitlinien zur Behandlung von Löchern im Kindermund gibt. Das klingt jetzt schwer glaublich, aber es ist z.B. bis heute nicht bewiesen, dass kaputte Milchzähne unbedingt gezogen werden sollten, um Schaden zu vermeiden. Es gibt auch Hinweise, dass es gar nicht so nötig ist. Also macht jeder Behandler das, was er will.


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