 |
|
Alle Artikelbereiche alphabetisch |
|
 |
|

Implantate
Die folgenden Beiträge können in diesem Artikelbereich gefunden werden.
Name des Artikelbereichs: Implantate
Alle : 1 Gehe zur Seite 1
 |
Gesendet von : Chef Mittwoch, 28. November 2007 - 17:29 |
 |
|
 |
Gesendet von : Chef Dienstag, 20. November 2007 - 19:20 |
 |
 |
 |
Heute war der Vertreter einer kleinen mittelständischen Goldkochfirma aus dem Schwäbischen da (DNT). Die Geschäfte mit Dentalgold laufen dem Vernehmen nach wohl ziemlich mau, dafür hat der rührige Inhaber einen neuen und offensichtlich perfekten Ersatz gefunden: Abutments für alle Fabrikate (Straumann, Nobel ....) als Nachbau in jedem Material in jeder gewünschten Ausführung und Präzision. Das ist der Fluch der sagenhaft niedrigen Stückkosten der Implanthersteller. Straumann z.B. kalkuliert mit irgendwelchen 10% bis 15% effektiven rohen Herstellungskosten für seine Implantteile. Der Rest ist Vertrieb, Werbung und Profit. Also nochmal zum Mitschreiben: 85% bis 90% der bezahlten Endpreise für Implantate ab Hersteller geht für den Vertrieb oder die Werbung drauf oder ist reiner Profit, hat also nichts mit den Herstellungs- oder den Materialkosten zu tun. Kein Wunder also, dass der Aktienkurs von Straumann sich noch einmal auf aktuell 400 SFr verdoppelt hat.
Nun hat also der findige Schwabe herausgefunden, dass auf der einen Seite diese Abutments (Aufbauten auf die "Dübel" im Knochen) von den Originalherstellern sehr teuer verkauft werden, aber auf der anderen Seite auf deutschen CNC Automaten für ziemlich kleines Geld ganz leicht vom Band geordert werden können. Darauf hätte man auch schon früher kommen können. Konkret sieht die Rechnung so aus: Ein Straumann Zirkon Abutment kostet als Original ca. 300 Euro. Der CNC Fräser will für das nachgebaute Fastoriginalteil mit Saugpassung (also richtig gute Passgenauigkeit in Zirkon!, sagt der Vertreter) ca. 60 Euro haben. Daraus macht der schwäbische Händler dann den Zahnarzt Endverbraucher Preis von 200 Euro incl. heftigem Natural Rabatt, Garantieleistungen und Iso 9000 Dokumentation. Unter dem Strich ergibt das für den Zahnarzt einen Endpreis von 150 Euro. Damit verdient der Zahnarzt endlich einmal wieder etwas Geld an verkauften Artikeln - und kann die Ware auch noch ohne irgendeine Qualitätseinbuße erheblich billiger verkaufen. Und das ist erst der Anfang. Denn was spricht dagegen, das ganze Geschäftsmodell richtig aufzubohren, und zwar:
- Abutments (Aufbauten) aus Titan und Zirkon im großen Stil für die volumenmäßig wichtigsten Implantatmodelle fräsen lassen und über aggressive Preismodelle in den Markt zu drücken?
- Die volumenstärksten Implantate selbst zu kopieren und leicht verändert auf den zu Markt bringen mit Preisabschlägen bis 60% gegen den Originalhersteller zu attraktivieren?
- Oder gleich ins Volle: die Wertschöpfungskette Implant-Krone-Implantspezialpraxis komplett in eine Hand zu nehmen?
- Die KettenSpezialpraxis Abteilung hält sich günstige zahnärztliche Schrauber, die in den "Schraubstationen" den Patienten diese ImplantatsWare zu einem Einheitstarif in die Kiefer drehen, bei dem den niedergelassenen Mitbewerbern nur noch schwindelig wird.
- Die CNC Abteilung holt sich die gerade abgelaufenen Implantpatente von Nobel, Camlog etc. und produziert die Teile innerhalb von 2 Monaten als Lohnauftrag bei einem deutschen Fräszentrum für 20 Euro pro Stück (Implant oder Abutment).
- Und die Zahnersatz Abteilung läßt sich die Kronen für 80 Euro das Stück komplett in Shenzen (Volksrepublik China) gießen, mit Keramik verblenden und wieder hierher karren.
- Dann ist alles zum Alditarif unter einem Dach versammelt und kann im Stil des palettenweisen Abverkaufs zu ganz anderen Kursen als heute realisiert werden. Das einzige was noch fehlt, ist der Herr McDent, der die Gelddruckmaschine richtig in Betrieb nimmt. Herr Brandenburg erscheint dafür eher nicht geeignet.
|
|
 |
|
 |
Gesendet von : Chef Montag, 15. Oktober 2007 - 11:48 |
 |
|
 |
Gesendet von : Chef Mittwoch, 06. Dezember 2006 - 14:52 |
 |
|
 |
Gesendet von : Submit_News Dienstag, 07. November 2006 - 11:22 |
 |
 |
 |
Und schlage ich eines der ungefragt zugesandten Werbeblättchen der Dentalindustrie - hier jetzt die "Zahnarzt Wirtschaft Praxis" des sehr umtriebigen Multiunternehmers Torsten R. Oemus, Leipzig - auf und finde den Artikel mit exakt der obigen Überschrift.Zitat im Aufmacher "Die Aktion 'Implantate - Für Sie die besseren Zähne' geht 2007 in die nächste Runde. Im Mittelpunkt steht das vielfältige und reichweitenstarke Medium Hörfunk". Das schreibt ein Herr Dipl.-Medienwirt Matthias Voigt. Mehr muss ich jetzt gar nicht lesen, wie der Medienexperte 9 Mio. Hörer auf einmal erreicht, welche strategisch wichtigen Sender zugetextet werden sollen und welche "Kommunikationsagentur" das Ganze steuert.
Was passiert hier? Werbeagenturen werden systematisch von der Dentalindustrie dafür bezahlt, dass sie möglichst unauffällig das Thema "Implantate" in den Massenmedien am Kochen halten. Es ist eben kein Zufall, dass im "Kölner Stadtanzeiger" jeden Tag eine Annonce der "Deutschen Zahnhilfe e.V." geschaltet wird, wo der Auftraggeber angeblich ein eingetragener Verein ist, tatsächlich aber die Werbeagentur XYZ dahintersteckt. Am laufenden Band werden bestimmte Kanäle der Massenmedien, über die normalerweise seriöse Informationen fließen, wie z.B. Presseagenturen, angezapft und mit angeblich neutralem Infomaterial über des Zahnarztes lukrativtes Teilgeschäft gefüttert.
Ob die Redakteure der einzelnen Medienorgane den Braten riechen oder nicht, ist im Ergebnis egal. Heraus kommt eine ständige Berieselung der Bevölkerung mit der frohen Botschaft von den "besseren Zähnen" und das Entscheidende daran ist: es kommt aus - für den Laien - glaubwürdigen Quellen. Dass diese Quellen aber trübe sind und die Botschaft einseitig und unvollständig ist, kann das breite Publikum nicht erkennen. Und genau darum geht es. "Hammer it home". Man muß nur lange und oft genug Quatsch wiederholen, dann wird der Quatsch irgendwann in den Glaubenskanon vieler Zeitgenossen eingehen.
Es ist perfide und unanständig, was da passiert. Aber darum kümmert sich momentan niemand; vielleicht macht der "Spiegel" in einigen Jahren wieder eine Skandalgeschichte draus.
|
|
 |
|
 |
Gesendet von : Chef Dienstag, 27. Juni 2006 - 09:53 |
 |
 |
 |
Schauen Sie mal ins Implanten-Forum unter der Überschrift "Implantat entfernen lassen?". In der Haut des Kollegen möchte ich nicht stecken.
|
|
 |
|
 |
Gesendet von : Chef Donnerstag, 01. Juni 2006 - 16:45 |
 |
 |
 |
Aus der DZW (Deutsche Zahnarzt Woche, Chefredakteur: Jürgen Pischel): Camlog ist die Nr. 2 im Implantatgeschäft. Deutschland ist dabei der größte Absatzmarkt, die USA ist aber schon im Visier der überdurchschnittlich wachsenden Firma.Konkrete Zahlen werden - wie immer in Deutschland - nur wenige genannt. Aber soviel ist jetzt bekannt: Camlog hatte 2005 einen Umsatz von 82 Millionen Euro und einen Marktanteil in Deutschland von 20%. Daraus errechnet sich bei einer Bevölkerung Deutschlands von etwa 85 Mio. Einwohner ein Prokopfumsatz von 1 Euro für die Camlog-Produkte und von 5 Euro für alle Hersteller. Bei Materialkosten von etwa 200 Euro wird also bereits heute jedes Jahr jeder 40igste Patient mit einem Knochendübel versorgt. Die Gesamtkosten müßten nur etwas sozialverträglicher sein, dann könnte das Abschleifen von gesunden Zähne zum Herstellen von Zahnersatz bald ein Auslaufmodell sein.
|
|
 |
|
 |
Gesendet von : Chef Donnerstag, 05. Januar 2006 - 15:00 |
 |
 |
 |
Der Patient J. geht abends zum Notzahnarzt, weil er sich einen Frontzahn ausgeschlagen hatte. 5 Stunden später verläßt er das Etablissement wieder; ausgestattet mit 2 gezogenen Frontzähnen, 2 eingeschraubten Pfosten (Implantate) und den Kopien seiner Unterschriften auf Formularen, die er während der Aktion unter die Nase gehalten bekam. Die Original-Geschichte vom Patienten selbst erzählt, steht hier.
Der Clou ist die Rechnung, die postwendend eintraf: der Meister will für seine Bemühungen 3.900,-- fette Euros.
Das ist ein Fall : ohne Worte. Man braucht das gar nicht kommentieren, so dreist und ungeniert ist das Verhalten dieses Vertreters unserer Zunft. Gut an dieser Geschichte wird aber das Nachspiel werden. Eins ist jetzt schon klar, der Behandler sieht von dieser Kohle wahrscheinlich nichts. Er hat nämlich eine Steilvorlage für einen Schadenersatzprozess geliefert: unerlaubte Körperverletzung (Ziehen von 2 Zähnen), weil er die Alternativen zum Ziehen der Zähne nicht, oder nicht ausreichend erläutert hat.
Fortsetzung folgt. Ganz sicher.
|
|
 |
|
 |
Gesendet von : Chef Freitag, 11. November 2005 - 16:07 |
 |
 |
 |
Ich hatte gerade Gelegenheit, mit einer kompetenten Mitarbeiterin
des Klinikums Leverkusen über die Preise von medizinischen Eingriffen
in der Klinik und die Kosten von Zahnimplantaten zu sprechen. Eine
Blinddarm-OP kostet die Krankenkasse etwa Euro 1.000,-- . Dazu
muss aber gesagt werden, welcher Aufwand an hochqualifiertem Personal
dafür mindestens erforderlich ist, nämlich: Ein erfahrener Chirurg, ein
Assistent zum Offenhalten und Assistieren, eine Instrumentenschwester
zum Anreichen des sterilen Instrumentariums, ein Anästhesiearzt, der
für die Vollnarkose und die Überwachung von Atmung und Kreislauf
verantwortlich ist, und dazu noch eine Anästhesieschwester. Dazu kommt
die Blockierung des OP-Saals für mindestens 1 Stunde und anschließendes
Abräumen, Desinfizieren und Neubestückung des OP-Saals durch weitere
Putz- und Desinfektionsfachkräfte. Und der frisch operierte Patient
muss in die Intensiv-Station zur Überwachung. Ein weiteres Highlight: Im Implantat Forum hat eine Teilnehmerin hier einen Kostenvoranschlag für ein einzelnes Implantat
veröffentlicht. Der Behandler stellt Euro 3.127,07 als Kosten nur für
das Implantat (also ohne Krone obendrauf) in Aussicht. Darin ist ein CT
(Computertomogramm) noch nicht enthalten, denn darüber hat die
Patientin eine Extra-Rechnung bekommen (ca. Euro 300,--). Alleine Euro
1.728,32 sollen für Materialkosten draufgehen. Spätestens hier
muss man sich doch als Insider fragen, wie man den Preis dieser -
im Grunde genommen popeligen - Titanschrauben mit einem reinen
Materialwert von annähernd 0 (Null) Euro auf solche schwindelerregende
Werte hochrechnen kann. Das ist rekordverdächtig. Denn - das sagte mir
die Klinikumsmitarbeiterin - für 1.700 bekommt man auch eine komplette
Hüftprothese aus Titan. Ganz offensichtlich liegen hier Diskrepanzen,
die mit komplizierter Technik eigentlich gar nicht, mit
Abrechnungsakrobatik aber um so besser erklärt werden können.
|
|
 |
|
|
Alle : 1 Gehe zur Seite 1
|
|