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Implantate

Die folgenden Beiträge können in diesem Artikelbereich gefunden werden.


Name des Artikelbereichs: Implantate

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Kommt ja angeblich nie vor
Gesendet von : Chef Mittwoch, 28. November 2007 - 17:29
Implantate

implantatverlust

von eva am 14.11.2007 um 20:46:02 Uhr

hilfe!

vor einen jahr wurde ein einzelimplanat - 1er oben links - erfolgreich gesetzt - camlog implantat. es gab kosmetische schwierigkeiten mit der einzelkrone, so dass seit mätz 2007 ständig neue kronen aufgestez wurden. gestern wurde, bei der entfernung einer provisorisch leicht befestigten krone, das implantat mit rausgezogen - nach einem jahr!
mein zahnartzt hat es sofort zurück geschoben - es rastete ein. ich habe höllenschmerzen. kann jedoch auf grund einer beginnenden schwangerschaft keine schmerzmittel oder antibiotika nehmen.
was kann ich tun um das implantat zu retten?
wie wahrscheinlich ist es, das es wieder einwächst?


Das ist der Originaltext eines Beitrags im Implantatforum . Die antwortenden Kollegen waren entsetzt: das wird nix, natürlich muss das Implantat sofort weg. Was der Zahnarzt da macht, ist ein brutaler Behandlungsfehler, nicht mehr und nicht weniger - und das bei einer Schwangeren. Das ist nicht gut.


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Implantate werden billiger - nicht vielleicht, sondern garantiert
Gesendet von : Chef Dienstag, 20. November 2007 - 19:20
Implantate
Heute war der Vertreter einer kleinen mittelständischen Goldkochfirma aus dem Schwäbischen da (DNT). Die Geschäfte mit Dentalgold laufen dem Vernehmen nach wohl ziemlich mau, dafür hat der rührige Inhaber einen neuen und offensichtlich perfekten Ersatz gefunden: Abutments für alle Fabrikate (Straumann, Nobel ....) als Nachbau in jedem Material in jeder gewünschten Ausführung und Präzision. Das ist der Fluch der sagenhaft niedrigen Stückkosten der Implanthersteller. Straumann z.B. kalkuliert mit irgendwelchen 10% bis 15% effektiven rohen Herstellungskosten für seine Implantteile. Der Rest ist Vertrieb, Werbung und Profit. Also nochmal zum Mitschreiben: 85% bis 90% der bezahlten Endpreise für Implantate ab Hersteller geht für den Vertrieb oder die Werbung drauf oder ist reiner Profit, hat also nichts mit den Herstellungs- oder den Materialkosten zu tun. Kein Wunder also, dass der Aktienkurs von Straumann sich noch einmal auf aktuell 400 SFr verdoppelt hat.

Nun hat also der findige Schwabe herausgefunden, dass auf der einen Seite diese Abutments (Aufbauten auf die "Dübel" im Knochen) von den Originalherstellern sehr teuer verkauft werden, aber auf der anderen Seite auf deutschen CNC Automaten für ziemlich kleines Geld ganz leicht vom Band geordert werden können. Darauf hätte man auch schon früher kommen können. Konkret sieht die Rechnung so aus: Ein Straumann Zirkon Abutment kostet als Original ca. 300 Euro. Der CNC Fräser will für das nachgebaute Fastoriginalteil mit Saugpassung (also richtig gute Passgenauigkeit in Zirkon!, sagt der Vertreter) ca. 60 Euro haben. Daraus macht der schwäbische Händler dann den Zahnarzt Endverbraucher Preis von 200 Euro incl. heftigem Natural Rabatt, Garantieleistungen und Iso 9000 Dokumentation. Unter dem Strich ergibt das für den Zahnarzt einen Endpreis von 150 Euro. Damit verdient der Zahnarzt endlich einmal wieder etwas Geld an verkauften Artikeln - und kann die Ware auch noch ohne irgendeine Qualitätseinbuße erheblich billiger verkaufen. Und das ist erst der Anfang. Denn was spricht dagegen, das ganze Geschäftsmodell richtig aufzubohren, und zwar:

  • Abutments (Aufbauten) aus Titan und Zirkon im großen Stil für die volumenmäßig wichtigsten Implantatmodelle fräsen lassen und über aggressive Preismodelle in den Markt zu drücken?
  • Die volumenstärksten Implantate selbst zu kopieren und leicht verändert auf den zu Markt bringen mit Preisabschlägen bis 60% gegen den Originalhersteller zu attraktivieren?
  • Oder gleich ins Volle: die Wertschöpfungskette Implant-Krone-Implantspezialpraxis komplett in eine Hand zu nehmen?
  1. Die KettenSpezialpraxis Abteilung hält sich günstige zahnärztliche Schrauber, die in den "Schraubstationen" den Patienten diese ImplantatsWare zu einem Einheitstarif in die Kiefer drehen, bei dem den niedergelassenen Mitbewerbern nur noch schwindelig wird.
  2. Die CNC Abteilung holt sich die gerade abgelaufenen Implantpatente von Nobel, Camlog etc. und produziert die Teile innerhalb von 2 Monaten als Lohnauftrag bei einem deutschen Fräszentrum für 20 Euro pro Stück (Implant oder Abutment).
  3. Und die Zahnersatz Abteilung läßt sich die Kronen für 80 Euro das Stück komplett in Shenzen (Volksrepublik China) gießen, mit Keramik verblenden und wieder hierher karren.
  4. Dann ist alles zum Alditarif unter einem Dach versammelt und kann im Stil des palettenweisen Abverkaufs zu ganz anderen Kursen als heute realisiert werden. Das einzige was noch fehlt, ist der Herr McDent, der die Gelddruckmaschine richtig in Betrieb nimmt. Herr Brandenburg erscheint dafür eher nicht geeignet.


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Dieses Implantat sieht nicht gut aus
Gesendet von : Chef Montag, 15. Oktober 2007 - 11:48
Implantate


Übel, übel, übel. Sie sehen auf dem unteren Bild die Länge der PA-Sonde aus Kunststoff. Und Sie sehen die Einteilung in grün (3mm), schmaler roter Ring (6mm) und breiter roter Ring (9 bis 12mm). Im oberen Bild verschwindet die Sonde in der Zahnfleischtasche bis in ca. 10mm Tiefe. Das ist ein Implantat im linken Oberkiefer ungefähr an der Stelle des Zahns 27. Das Implantat wurde Anfang des Jahres 2007 alioloco (von einem Kollegen, dessen Name ich nicht wissen will) eingebaut und verursacht seitdem Probleme.

Dieser Patient kam am Samstag in meinen Notdienst, weil sich eine so akute Entzündung im Rachen gebildet hat, dass er bereits Schluckbeschwerden hat. Dieses Implantat muss entfernt werden, weil es nicht die Brücke stützt, sondern von der Brücke gehalten wird. Ohne Zahnersatz obendrauf würde es wahrscheinlich herausfallen. Eine Auseinandersetzung per Anwalt ist im Gange. Der Patient ist übrigens privat versichert.


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Unser Rotlichtbezirk: die Implanteure und ihr Klientel
Gesendet von : Chef Mittwoch, 06. Dezember 2006 - 14:52
Implantate
Sie sind nicht mehr von dieser Welt, unsere Dübelsetzer. Das schreibt eine Patientin heute im Implantforum:

kostenvoranschlag für 12 Implantate von Tine am 04.12.2006 um 20:06:06 Uhr

Habe eine Frage, bei mir sollen 6 Implantate
im OK und 6 Implantate im UK gesetzt werden.
Auch sind Sinuslift und Knochenaufbau vor-
gesehen. Abschließend, so heißt wäre aber
so nur eine herausnehmbare Lösung sowohl
im OK alsauch im UK möglich. Kosten: 55.000 Euro. Für festsitzenden Zahnersatz wären 18 Implantate erforderlich, Kosten dann 80.000 Euro.

Gruß Tine
PS: Kosten erscheinen mir sehr hoch, oder?

in kleinen Scheinen bar bei Einbau ....


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Medienkampagne wird fortgesetzt
Gesendet von : Submit_News Dienstag, 07. November 2006 - 11:22
Implantate Und schlage ich eines der ungefragt zugesandten Werbeblättchen der Dentalindustrie - hier jetzt die "Zahnarzt Wirtschaft Praxis" des sehr umtriebigen Multiunternehmers Torsten R. Oemus, Leipzig - auf und finde den Artikel mit exakt der obigen Überschrift.Zitat im Aufmacher "Die Aktion 'Implantate - Für Sie die besseren Zähne' geht 2007 in die nächste Runde. Im Mittelpunkt steht das vielfältige und reichweitenstarke Medium Hörfunk". Das schreibt ein Herr Dipl.-Medienwirt Matthias Voigt. Mehr muss ich jetzt gar nicht lesen, wie der Medienexperte 9 Mio. Hörer auf einmal erreicht, welche strategisch wichtigen Sender zugetextet werden sollen und welche "Kommunikationsagentur" das Ganze steuert.

Was passiert hier? Werbeagenturen werden systematisch von der Dentalindustrie dafür bezahlt, dass sie möglichst unauffällig das Thema "Implantate" in den Massenmedien am Kochen halten. Es ist eben kein Zufall, dass im "Kölner Stadtanzeiger" jeden Tag eine Annonce der "Deutschen Zahnhilfe e.V." geschaltet wird, wo der Auftraggeber angeblich ein eingetragener Verein ist, tatsächlich aber die Werbeagentur XYZ dahintersteckt. Am laufenden Band werden bestimmte Kanäle der Massenmedien, über die normalerweise seriöse Informationen fließen, wie z.B. Presseagenturen, angezapft und mit angeblich neutralem Infomaterial über des Zahnarztes lukrativtes Teilgeschäft gefüttert.

Ob die Redakteure der einzelnen Medienorgane den Braten riechen oder nicht, ist im Ergebnis egal. Heraus kommt eine ständige Berieselung der Bevölkerung mit der frohen Botschaft von den "besseren Zähnen" und das Entscheidende daran ist: es kommt aus - für den Laien - glaubwürdigen Quellen. Dass diese Quellen aber trübe sind und die Botschaft einseitig und unvollständig ist, kann das breite Publikum nicht erkennen. Und genau darum geht es. "Hammer it home". Man muß nur lange und oft genug Quatsch wiederholen, dann wird der Quatsch irgendwann in den Glaubenskanon vieler Zeitgenossen eingehen.

Es ist perfide und unanständig, was da passiert. Aber darum kümmert sich momentan niemand; vielleicht macht der "Spiegel" in einigen Jahren wieder eine Skandalgeschichte draus.

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Implantieren ist nicht für Zartbesaitete
Gesendet von : Chef Dienstag, 27. Juni 2006 - 09:53
Implantate Schauen Sie mal ins Implanten-Forum unter der Überschrift "Implantat entfernen lassen?". In der Haut des Kollegen möchte ich nicht stecken.

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5 Euro pro Kopf und Jahr für Implantate
Gesendet von : Chef Donnerstag, 01. Juni 2006 - 16:45
Implantate
Aus der DZW (Deutsche Zahnarzt Woche, Chefredakteur: Jürgen Pischel): Camlog ist die Nr. 2 im Implantatgeschäft. Deutschland ist dabei der größte Absatzmarkt, die USA ist aber schon im Visier der überdurchschnittlich wachsenden Firma.Konkrete Zahlen werden - wie immer in Deutschland - nur wenige genannt. Aber soviel ist jetzt bekannt: Camlog hatte 2005 einen Umsatz von 82 Millionen Euro und einen Marktanteil in Deutschland von 20%. Daraus errechnet sich bei einer Bevölkerung Deutschlands von etwa 85 Mio. Einwohner ein Prokopfumsatz von 1 Euro für die Camlog-Produkte und von 5 Euro für alle Hersteller. Bei Materialkosten von etwa 200 Euro wird also bereits heute jedes Jahr jeder 40igste Patient mit einem Knochendübel versorgt.

Die Gesamtkosten müßten nur etwas sozialverträglicher sein, dann könnte das Abschleifen von gesunden Zähne zum Herstellen von Zahnersatz bald ein Auslaufmodell sein.


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Abzocke des Monats - Notdienstzahnarzt will 3.900 Euro
Gesendet von : Chef Donnerstag, 05. Januar 2006 - 15:00
Implantate Der Patient J. geht abends zum Notzahnarzt, weil er sich einen Frontzahn ausgeschlagen hatte. 5 Stunden später verläßt er das Etablissement wieder; ausgestattet mit 2 gezogenen Frontzähnen, 2 eingeschraubten Pfosten (Implantate) und den Kopien seiner Unterschriften auf Formularen, die er während der Aktion unter die Nase gehalten bekam. Die Original-Geschichte vom Patienten selbst erzählt, steht hier.

Der Clou ist die Rechnung, die postwendend eintraf: der Meister will für seine Bemühungen 3.900,-- fette Euros.

Das ist ein Fall : ohne Worte. Man braucht das gar nicht kommentieren, so dreist und ungeniert ist das Verhalten dieses Vertreters unserer Zunft. Gut an dieser Geschichte wird aber das Nachspiel werden. Eins ist jetzt schon klar, der Behandler sieht von dieser Kohle wahrscheinlich nichts. Er hat nämlich eine Steilvorlage für einen Schadenersatzprozess geliefert: unerlaubte Körperverletzung (Ziehen von 2 Zähnen), weil er die Alternativen zum Ziehen der Zähne nicht, oder nicht ausreichend erläutert hat.

Fortsetzung folgt. Ganz sicher.

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Die Relationen stimmen nicht - Zahnimplantate viel zu teuer
Gesendet von : Chef Freitag, 11. November 2005 - 16:07
Implantate
Ich hatte gerade Gelegenheit, mit einer kompetenten Mitarbeiterin des Klinikums Leverkusen über die Preise von medizinischen Eingriffen in der Klinik und die Kosten von Zahnimplantaten zu sprechen. Eine Blinddarm-OP kostet die Krankenkasse etwa Euro 1.000,-- . Dazu muss aber gesagt werden, welcher Aufwand an hochqualifiertem Personal dafür mindestens erforderlich ist, nämlich: Ein erfahrener Chirurg, ein Assistent zum Offenhalten und Assistieren, eine Instrumentenschwester zum Anreichen des sterilen Instrumentariums, ein Anästhesiearzt, der für die Vollnarkose und die Überwachung von Atmung und Kreislauf verantwortlich ist, und dazu noch eine Anästhesieschwester. Dazu kommt die Blockierung des OP-Saals für mindestens 1 Stunde und anschließendes Abräumen, Desinfizieren und Neubestückung des OP-Saals durch weitere Putz- und Desinfektionsfachkräfte. Und der frisch operierte Patient muss in die Intensiv-Station zur Überwachung.

Ein weiteres Highlight: Im Implantat Forum hat eine Teilnehmerin hier einen Kostenvoranschlag für ein einzelnes Implantat veröffentlicht. Der Behandler stellt Euro 3.127,07 als Kosten nur für das Implantat (also ohne Krone obendrauf) in Aussicht. Darin ist ein CT (Computertomogramm) noch nicht enthalten, denn darüber hat die Patientin eine Extra-Rechnung bekommen (ca. Euro 300,--). Alleine Euro 1.728,32 sollen für Materialkosten draufgehen.
Spätestens hier muss man sich doch als Insider fragen, wie man den Preis dieser - im Grunde genommen popeligen - Titanschrauben mit einem reinen Materialwert von annähernd 0 (Null) Euro auf solche schwindelerregende Werte hochrechnen kann. Das ist rekordverdächtig. Denn - das sagte mir die Klinikumsmitarbeiterin - für 1.700 bekommt man auch eine komplette Hüftprothese aus Titan. Ganz offensichtlich liegen hier Diskrepanzen, die mit komplizierter Technik eigentlich gar nicht, mit Abrechnungsakrobatik aber um so besser erklärt werden können.


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